Wallfahrtskirche St. Coloman

Einst soll der heilige Coloman auf seiner Pilgerreise von Irland ins heilige Land in Schwangau gerastet und gepredigt haben. Die Wanderschaft des heiligen Coloman endete jäh in Stockerau bei Wien, wo er als vermeintlicher Spion hingerichtet wurde. Der unversehrte Leichnam des Coloman in das Kloster Melk überführt.
In Schwangau lässt sich der Bau einer ersten Kapelle zur Verehrung des heiligen Coloman nicht mehr eindeutig rückdatieren. Feststellen lässt sich jedoch eine rege Wallfahrtstätigkeit nach Schwangau im 15. Jahrhundert. Aus dem Jahre 1429 stammt ein Ablaßbrief des Weihbischofs Albert von Augsburg, der diesen Wallfahrtsdrang verstärkte. Die spätgotische Kirche war damals mit einer Reihe von kunstvollen Schnitzwerken ausgestattet.

Im 17. Jahrhundert wurde es in der Kirche des St. Coloman zu eng, um die Wallfahrer alle unterzubringen, es wurde 1670 eine Petition zur Vergrößerung des Gotteshauses eingereicht. 1673 wurde das Einverständnis zur Erweiterung der Kirche seitens des Kurfürsten gegeben. Finanzielle Probleme verzögerten den Bau erheblich. Die Weihe des erweiterten Gotteshauses fand 1685 statt. 1714 wurde als Unterstand für die vielen Pilger ein Vorzeichen für die Kirche erbaut. Im Jahre 1733 erschütterte ein Einbruch in die Kirche die gesamte Pfarrgemeinde.
1835 wird der desolate Zustand des Gotteshauses von Ignaz Albrecht angeprangert. 1836/ 1837 schon wurden die wichtigsten Reparaturen durchgeführt. Die letzten Erweiterungen für die Kirche waren ihre Glocken aus dem Jahre 1920 und letzte Restaurierungen aus dem Jahre 1952/53.